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 Betreff des Beitrags: Witan
BeitragVerfasst: 14. Aug 2010, 05:06 
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Im Jahre des Lichts 1268 seit Gründung der Stadt Lordaeron durch die entmachteten Herren von Strom brannten die Nordländer des östlichen Kontinents unter der Zerstörungswut der Geißel. Besagte Stadt, welche zugleich die prächtige Hauptstadt des gleichnamigen Reiches gewesen ist, das sich mit der Zeit zu ruhmreicher Größe aufgeschwungen hatte, war nun eine Ruine. Der alte König war tot, ermordet von seinem eigenen geisteskranken Sohn. Ein Wahnsinniger saß nun auf dem Thron von Lordaeron und führte das Königreich dem Untergang entgegen. Seine loyalen untoten Diener, die Armee der Ewigkeit, verbreitete Schrecken und Chaos unter den Lebenden.
Nach dem Tod des alten Königs schien es zunächst, als könne nichts und niemand dem Treiben Einhalt gebieten. Der Befehlshaber von Lordaerons Streitkräften leistete seinem neuen Herrscher Widerstand und wurde von ihm im Zweikampf getötet. Führerlos versank die gesamte Region während der nächsten Wochen in Finsternis, doch dann begann sich die Ohnmacht der Lebenden zu lösen und der Würgegriff der Geißel lockerte sich.

Am vierzehnten Dezember 1268 versammelten sich viele bedeutende Lords aus Lordaeron und den umliegenden Gebieten in Dalaran zu einem Kriegsrat, um gegen den Königsmörder zu konspirieren.
Der Zauberlehrling Ethelrich Thunusad befand sich als einer von drei Schreibern mit in dem großen, düsteren Versammlungssaal der Kirin'Tor. Trotz der winterlichen Kälte draußen war es hier mollig warm. Es roch nach Eichenholz, Schweiß und Met.
Aufgeregt begann Thunusad, all die großen Namen derer festzuhalten, die heute zugegen waren. Dahinter kritzelte er jeweils die Anzahl der ihnen derzeit verfügbaren Männer.
Da waren unter anderem: Alejandro Barov, der Herr von Caer Darrow. Thorval von Brill. Galadyr Silberlein, der Baron von Schattenfang und Lord Anduin von Andorhal. Zusammen brachten sie 280 Schwertkämpfer und 45 Lanzenträger auf.
Die selbe Anzahl an Männern stellte Alexandros Mograine, Lord von Süderstade, den man auch den Aschenbringer nannte. Ihn hielten viele für den wahrscheinlich besten Schwertkämpfer des Landes.
Hier wechselte Thunusad hastig das Pergament, um den Beginn der Verhandlungen mitzuschreiben.
Der erste, der das Wort erhob, war Eligor Morgenbringer. Er besaß keinen Adelstitel, war jedoch aufgrund seiner militärischen Laufbahn zum Ritter geschlagen worden und als Kronfeldherr der ranghöchste noch lebende Offizier Lordaerons. Ihm folgten die Ritter des Argentumordens und alle noch verfügbaren Soldaten, weshalb er den größten Teil der Truppen als oberster Heerführer anführen würde.
Er sprach die Fragen aus, die schon die ganze Zeit im Raum schwebten.
«Was werden wir tun? Und wie gehen wir vor?»
Der Saal wurde von gemurmelten Erwiederungen überflutet.
«Wir versammeln die Truppen und marschieren auf die Hauptstadt», knurrte Orbaz, der Blutbann genannt wurde und der seit der Verurteilung Tirion Fordrings der Baron von Mardenholde und der Regent von Herdweiler war. Sein Herrschaftsgebiet jedoch hatte er bereits aufgeben müssen, als es von einer erdrückenden feindlichen Übermacht bedroht wurde. In den Augen manch anderer Ritter machte ihn dies zum Feigling, da die meisten Lords, deren Gut bisweilen angegriffen wurde, es bis zum Tod verteidigt hatten.
So zum Beispiel Anselm, der Herzog von Wintermaul, der in Tyrs Hand einer dreiwöchigen Belagerung stand gehalten hatte und seine Festung bis zum letzten Mann verteidigte. Zuletzt sind er und sein ältester Sohn jedoch mitsamt der übrigen Bevölkerung abgeschlachtet worden, wie Vieh. Sein jüngster Sohn jedoch lebte.
Thunusad warf ihm einen abschätzenden Blick zu. Du hast den Ruhm für die mutigen Taten deines Vaters geerntet, ohne dafür auch nur einen Finger krumm zu machen, dachte er verächtlich.
Alsender, Herzog von Wintermaul, Freiherr von Tyr, Marschall Lordaerons und Feldmarschall Sturmwinds saß mit seinem bronzenen Stirnreif und seinen geerbten Titeln steif an einem Ehrenplatz der Tafel und lauschte den geflüsterten Worten von Veras dem Anduling. Der breitschultrige Elf hieß eigentlich Veras Windläufer. Der Beiname Anduling war elfisch und hatte keine Entsprechung in der Sprache der Menschen. Er sagte aus, dass in den Adern des Mannes sowohl das Blut der Kaldorei, der dunklen Elfen Kalimdors, als auch das Blut der Quel'dorei, der Hochgeborenen, floss.
Als Elf hätte er am Kriegsrat eigentlich garnicht teilnehmen dürfen, doch fungierte er offiziell als Berater des unerfahrenen Alsender und so war ihm schließlich gestattet worden, sich hinter seinem Herren stehend im Raum aufzuhalten.
Obwohl der junge Herzog lediglich sechzig Männer stellen konnte, war er mit den größten Ehren und allseitigen Respektsbekundungen in Dalaran empfangen worden.
Erzmagier Antonidas selbst hatte ihn zur Begrüßung umarmt und für den Märtyrertod seines Vaters gelobt. Du arroganter Hund, dachte Ethelrich Thunusad.

«Wir können nicht einfach wie ein tollwütiger Orc losstürmen, ohne uns vorher einen genauen Plan zu überlegen.» Eligor Morgenbringer schnitzte, ohne dass es ihm bewusst gewesen wäre, mit einem Dolch an der Tischplatte herum, während er sprach. «Tatsache ist, dass die verlorenen Gebiete der Geißel abgejagd werden müssen! Es ist unsere heilige Pflicht, Lordaeron für die Lebenden zu retten.»
Zustimmendes Gemurmel brandete auf. Einige hämmerten mit ihren Metkrügen auf die Tafel.
«Es ist der Wille des Lichts», rief ein Priester verzückt aus. Er war Teil einer Gesandtschaft aus Sturmwind, die den Beistand des Löwenreiches mit zehn Legionen, angeführt von Hochlord Bolvar Fordragon persönlich, zusagen sollte. Auch aus Kul'Tiras und Quel'Thalas waren Botschafter zugegen.
Eine hitzige Diskussion über das Für und Wider eines großangelegten Befreiungsfeldzuges begann.
Der Baron von Perenolde, dessen Vorfahren einst über Alterac regierten, wollte auf die Ankunft der verbündeten Truppen warten und dann dem derzeit von der Geißel belagerten Stratholme zu Hilfe eilen, während Mograine und Morgenbringer lieber gleich mit ihren geistlichen Rittern in die Offensive gehen wollten. Wieder andere waren dafür, die Untoten nicht direkt anzugreifen, sondern lediglich die von ihnen verwüsteten Gebiete zu besetzen.
Thunusad schrieb akribisch alles nieder, was gerufen wurde. Als der Lärm im Saal so ohrenbetäubend wurde, dass keiner mehr den anderen verstand, sorgte Morgenbringer plötzlich für augenblickliche Ruhe, indem er von seinem Platz am Ende der Tafel aufsprang und in einer fließenden Armbewegung sein Besteck, die Teller und Becher seiner Nebenmänner, sowie eine große silberne Platte voll Dalarankäse mit dem Handrücken vom Tisch fegte, sodass alles scheppernd auf dem Steinboden landete.
Innerhalb eines Momentes richteten sich alle Blicke auf ihn und dann zu seiner Linken auf das große Ahorntor.
Denn kaum war es still im Saal, konnte man das drängende Klopfen vernehmen, mit dem jemand den eisernen Türklopfer gegen die Holzbalken schmetterte.
Ein Diener öffnete, verschwand einen Moment vor der Tür und trat dann, gefolgt von einem gigantischen bärtigen Mann in Fellumhang, wieder ein.
«Eine Gesandtschaft aus Nordend, ihr hohen Herren», verkündete der Diener feierlich näselnd.
Er schien seine Ankündigung danach noch zu konkretisieren, doch gingen die Worte in allgemeinem Beifall unter.
Die Männer johlten und grölten, denn sie wussten, was dies bedeutete.
«Gesegnet sei Nordnebel mit seinen Vry'kul!», prustete ein dicker Lord, aus dessen Stimme der Alkohol deutlich herauszuhören war.
«Die Nordmänner sind wahre Kriegsbestien. Die werden's der Geißel schon zeigen!», stimmte ihm ein alter Mann mit Augenklappe zu, der links neben ihm saß.
«Wie viele Krieger hat denn der Landgraf?», wollte ein bartloser Knabe verunsichert wissen.
Lestad Jornbrokson, Graf von Nordnebel, Argentumchampion und hoher Protektor der Allianz von Lordaeron war drei Tage zuvor mit einer Flotte Drachenboote und zwölfhundert Kriegern an der Südwestküste von Tirisfal gelandet.
Einst machte er mit seinen Wikingern die Seewege unsicher, doch seit er Mitglied des mächtigen Argentumordens geworden war, verteidigte er Lordaerons Nordwestflanke.
Die Gewissheit, im bevorstehenden Krieg auf seine kampferprobten Männer zählen zu können, hob die Stimmung im Saal offenkundig.
Sowas ist ein echter Krieger, dachte Thunusad, während er die Geschehnisse notierte. Wenn er nur nicht so ein verdammter Heide wäre. Allemal besser, als dieser verwöhnte Schwächling Wintermaul.

Insgesamt kamen die Herrschaften auf eine Truppenstärke von knapp vierzehntausend Mann.
Nach langen Debatten und ausgiebigen verbalen Machtkämpfen untereinander, einigte man sich schließlich darauf, das gesamte Heer in zwei Einheiten aufzuteilen. Die eine Hälfte würde nach Westen ziehen, um das Hügelland, den Silberwald und Tirisfal zu halten. Die zweite Hälfte hingegen würde gen Osten ziehen, um sich der Hauptarmee der Geißel in den bereits verpesteten Ländern zu stellen. Sie wäre es, zu der die von Nordnebel und Fordragon geführten Verbände aufschließen würden, sodass sie zunächst die Armee der Ewigkeit schlagen und anschließend die Ruinen von Lordaeron besetzen würden, damit die Stadt und das Reich aus der Asche auferstehen könnten.
Es war der neunzehnte Dezember 1268.
Der erste Kreuzzug hatte begonnen.


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