Die Waldläufer

Gildenforum der Waldläufer
Aktuelle Zeit: 27. Jul 2017, 22:39

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Neue Beiträge
Wir öffnen unsere Pforten
von: KamorkasSa 27. Jul 2017, 18:54 zum letzten Beitrag 27. Jul 2017, 18:54

insurance agents
von: MichaelErync 23. Jul 2017, 18:03 zum letzten Beitrag 23. Jul 2017, 18:03

Health Blog
von: janetertsheva 22. Jul 2017, 09:37 zum letzten Beitrag 22. Jul 2017, 09:37

Suche


Erweiterte Suche
Das Team

Administratoren

Cortana

Moderatoren

Keine Mods vorhanden.


Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 3 Beiträge ] 
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Der Maskenball
BeitragVerfasst: 20. Okt 2010, 15:35 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 08.2010
Beiträge: 23
Geschlecht: männlich
Mit schnellen Schritten ging Shan über den großen Platz vor dem Schloss. Nie zuvor in ihrem neunzehnjährigen Leben hatte der Adel von Sturmwind ein Fest gefeiert, zu dem auch Bürger niederer Herkunft eingeladen waren.
Den ganzen Nachmittag über hatte sie sich zurecht gemacht, ihre Haare gewaschen und frisiert und ihr bestes Kleid angezogen. Für diesen Anlass hatte ihr Großmutter sogar erlaubt, die Schuhe ihrer toten Mutter zu tragen.
Shan lächelte. Ein Maskenball. Sie war aufgeregt. Es wurde bereits dunkel und sie fühlte sich ein wenig unwohl, als sie allein an den Wachen am Schlosstor vorbeiging. Doch diese machten keinerlei Anstalten sie aufzuhalten und so betrat sie mit vor Freude geröteten Wangen einen prächtigen Gang, an dessen Wänden wunderschöne Gemälde der Wrynndynastie hingen.
Sie lugte unter ihrer Maske hervor, einem einfachen roten Schmetterling, der ihr halbes Gesicht verhüllte, und ließ den Reichtum um sie herum einen Moment lang auf sich wirken. Dann hörte sie aus der Ferne Tanzmusik und bemerkte, dass den Gang weiter unten eine kleine Gruppe nobel gekleideter Leute entlangschritt.
Shan blieb in Sichtweite zu den Anderen und folgte ihnen durch die Gänge des Schlosses in einen weitläufigen, inmitten der Schlossmauern gelegenen Park. Von hier schien auch die Musik zu stammen. Männer mit verschiedenen Instrumenten musizierten neben einem Grillfeuer, wo unzählige Köstlichkeiten zubereitet wurden. Überall hingen Girlanden und auf einer Seite war neben einigen großen Bäumen eine lange Tafel aufgebaut worden, auf der sich kalte Speisen und teure Süßigkeiten befanden. Shan fühlte sich wie in einem Traum. All dies kam ihr so unwirklich vor. Doch sie befand sich hier, inmitten dieser wunderbaren Umgebung, bei all den bunt gekleideten, durchweg vornehm wirkenden Gästen.
Obwohl die Musik bereits spielte, wurde noch nicht getanzt. Die Gäste hatten sich in mehrern Gruppen zusammengefunden und unterhielten sich angeregt.
Shan bemerkte, dass die Gruppen größtenteils entweder nur aus Adligen und reichen Bürgern oder lediglich aus der Mittelschicht bestanden. Sie betrachtete neugierig die Masken und Kostüme, die im orangeroten Licht der Laternen umso märchenhafter aussahen. Die Sonne war nun bereits untergegangen, doch die königleichen Magister sorgten dafür, dass es im Park hell und angenehm warm war.
Plötzlich hörte Shan eine Stimme hinter sich. «Ganz allein hier, Milady?»
Sie zuckte leicht zusammen und fuhr herum. Vor ihr stand ein kleiner, schlanker Mann. Er trug ein weißes Hemd und darüber einen schimmernden schwarzen Anzug aus einem Stoff, den Shan nie zuvor gesehen hatte.
Der muss ein Vermögen gekostet haben, durchfuhr es sie. Um den Hals trug der Mann ein rotes Tuch und sein Kopf war von einer Maske, die einer Fledermaus nachempfunden war, gänzlich umschlossen.
Mit einem Mal wurde Shan bewusst, dass sie ihn anstarrte und sie errötete.
Er bemerkte es und verneigte sich galant. «Verzeiht, ich wollte nicht unhöflich sein. Mir schien jedoch, eine solch bezaubernde junge Dame wie Ihr sollte nicht ohne Begleitung sein.»
Was für eine wohlklingende Stimme er hat, dachte Shan. So rau und doch wieder zart, wie der erste Schnee des Winters. Und dieser leichte Akzent...
«Herr, Eure Worte machen mich ja ganz verlegen», sie lächelte den jungen Mann an und knickste höflich. «Ich bin keine Dame.»
«Mit Verlaub, Ihr seid die schönste aller Damen, die heute abend hier sind» , sagte er langsam und fügte nach einer kurzen Pause hinzu «Die Schönste in der ganzen Stadt.»
Shan merkte, wie sie abermals errötete und antwortete etwas verlegen.
Eine Zeit lang unterhielten sie sich, er machte ihr Komplimente und sie genoss es, genoss den Klang seiner Stimme, genoss die Aufmerksamkeit und fragte sich mit zunehmendem Interesse, wie ihr Verehrer wohl unter der Maske aussehen möge. Um sie herum war bereits der Tanz eröffnet worden und fast alle beteiligten sich daran.
«Wenn Ihr gestattet...», er verbeugte sich und reichte ihr auffordernd seinen Arm.
Ohne zu zögern ließ sie sich von ihm auf die Tanzfläche führen.
Beim Tanzen legte sie ihre Hand in seine und spürte die Kraft seiner Finger. Die andere Hand legte sie auf seinen Rücken und er auf ihre Hüfte. Sie tanzten langsam zur Musik, wie es die neuste Mode war, und sahen sich dabei tief in die Augen. Die Zeit schien still zu stehen. Shan wurde warm beim Tanzen, was wahrscheinlich eher an dem starken Jüngling lag, als an der Anstrengung, wie ihr schien. Als die Musik aussetzte unterbreitete sie ihm, dass sie eine Pause brauche, um wieder zu Atem zu kommen.
Höflich bot er ihr seinen Arm an, sodass sie sich bei ihm einhängen konnte. «Oh verzeit, ich habe keinen Sinn für diese Dinge, wie mir scheint. Würdet Ihr gerne ein Stück gehen? Die Nacht ist wunderschön, wir könnten uns den Vollmond ansehen.» So spazierten die beiden gemächlich durch die Parkanlage und ließen die Geräusche des Fests ein wenig hinter sich. Hier waren die einzige Lichtquelle die Sterne und der Mondschein, doch das störte Shan nicht im geringsten. Die Romantik des Augenblicks erfüllte sie, als sich die beiden hinter ein paar Büschen auf einer kleinen Bank niederließen. Er legte seinen Arm um sie und Shan ließ es geschehen und lehnte sich gegen seine muskulöse Brust.
Alles war so friedlich. Um sie herum zirpten die Grillen und aus der Ferne drang die Festmusik zu ihnen vor.
Shan konnte nicht länger gegen das brennende Verlangen ankämpfen und legte dem Fremden die Hand an die Wange, um ihm die Maske abzunehmen. Er tat das selbe bei ihr.
Shan lief ein Schauer über den Rücken. Was tat sie da? Sie war allein mit einem Mann, den sie kaum kannte und sie spürte das Verlangen, ihre Lippen auf seine zu pressen. Sie entledigte sich aller Bedenken. Was zählte war der Augenblick.
Er lächelte sie zärtlich an. Sein Gesicht war schmal und blass aber selbst die feine violette Narbe, die auf halber Nasenhöhe von einer Wange zur anderen reichte entstellte seine markante Schönheit nicht.
Sein kinnlanges helles Haar fühlte sich weich an wie Samt, als sie mit den Fingern hindurchstrich und seine Zähne waren strahlend weiß.
«Die allerschönste», säuselte er und küsste sie zärtlich. Ihre Lippen drängten seinen entgegen. Sie schlang die Arme um ihn und als sie kurz darauf mit geröteten Wangen nach Atem rang flüsterte sie leise und mit gespielter Empörung «Bist du immer so stürmisch? Du hast mir noch nichtmal gesagt, wie du heißt.» Er starrte Shan aus unendlich tiefen Augen an und lächelte verheißungsvoll. «Nenn mich Lestad . Und ich, ich nenne dich meine Königin des Feuers. Denn neben deiner Schönheit verblasst selbst die der lodernden Flammen.» Sie strich ihm ungeduldig über die Wange. «Ich heiße Shandara. Ich...», er legte ihr einen seiner langen Finger auf den Mund und flüsterte ihr ins Ohr «Ssht. Selbst die der Flammen...» Dann begann er ihren Hals zu küssen und Shan schloss seufzend die Augen. Sie atmete schwer und fühlte eine warme Hitze auf den Wangen. Seine weichen Lippen liebkosten ihren Hals, sie glühten förmlich. Die Wärme nahm zu und breitete sich kribbelnd vom Hals aus über den ganzen Körper aus. Shan wusste nicht, wie ihr geschah. Was sich zunächst wie heiße Vorfreude angefühlt hatte, entwickelte sich plötzlich zu einem brennenden Schmerz. Shan wurde schwindelig. Sie wollte aufschreien und konnte nicht. Sie wollte die Augen öffnen, doch überall war Finsternis. Sie atmete stoßweise, panisch, verzweifelt.
So schnell, wie der Moment gekommen war, ging er auch vorüber. Shan schlug verwirrt die Augen auf und fasste sich erschrocken an den Hals. Wieder durchfuhr sie ein Schmerz.
An ihren Fingern klebte Blut. Ihr Blut. Shan schrie.
Von Lestad fehlte jegliche Spur.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Der Maskenball
BeitragVerfasst: 20. Okt 2010, 15:37 
Offline
Waldläuferin
Benutzeravatar

Registriert: 08.2010
Beiträge: 7
Wohnort: Berlin
Geschlecht: weiblich
Kollege,
Du schreibst zuviel ._."

;D

Lg,
Antonella

_________________
:D
:D
:D
:D


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Der Maskenball
BeitragVerfasst: 22. Okt 2010, 22:18 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 08.2010
Beiträge: 23
Geschlecht: männlich
ich bin nicht dein kollege >_<


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 3 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker