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 Betreff des Beitrags: Das silberne Kreuz im Silberwald (Lestad vs. Wintermaul)
BeitragVerfasst: 22. Aug 2010, 06:07 
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Es lag nun drei Jahreszeiten zurück, dass Prinz Arthas Menethil des Lichkönigs Schwert genommen hatte.
Ich fiel mit meinem Orden in den Hügeln vor Strahnbrad, als der Sommer ins Land ging.
Nun fegten die Herbststürme über das verfluchte Königreich und ich erprobte die Fähigkeiten, die mir durch die dunkle Gabe zuteil geworden sind.
Nachdem er die Urne mit der Asche seines Vaters in seinen Besitz gebracht hatte, wandte sich der Champion des Lichkönigs gen Norden, um mit der Hauptarmee der Geißel gegen Quel'Thalas und den mächtigen Sonnenbrunnen von Silbermond zu ziehen. In Lordaeron blieben lediglich einige unbedeutende Todesritter zurück, um den eiskalten Griff des toten Königs um sein Land in dessen Abwesenheit nicht zu lockern. Denn obgleich die schwarze Seuche unumstritten über das Königreich gekommen war, so gab es dort immernoch Leben und somit vereinzelt Widerstand.
Als Kommandant einer Gruppe von Ghulen wurde ich von Tirisfal an den Graumähnenwall geschickt.
Ein mächtiger alter Steinwall, der die Grenze zwischen den Königreichen Lordaeron und Gilneas beschrieb. Meine Truppe sollte das Gebiet ausspähen und das Gelände sichern, sodass zu gegebener Zeit eine größere Armee nachrücken könne.
Doch unsere Mission wurde bereits behindert, als wir uns noch auf der breiten Legionsstraße befanden, die am Lordamere See entlang durch den Wald führte.
Meine Soldaten kannten keine Müdigkeit und so waren wir Tag und Nacht marschiert.
Es war früher Morgen, als sie uns angriffen. Der Nebel hing noch über dem Waldboden.
Ich war nicht darauf gefasst gewesen, auf bedeutenden Widerstand zu treffen, da dieser für gewöhnlich aus verzweifelten Bauern bestand, die ihr Gut verteidigten.
Nun jedoch wurden wir wie aus dem Nichts von einer Truppe gut ausgerüsteter Reiter angegriffen. Es musste sich um überlebende Paladine der Silberhand handeln. Auf ihren Umhängen und Wappenröcken prangten silberne Kreuze.
Der Nebel hatte ihr Näherkommen verborgen. Später wurde mir klar, dass sie die Hufe ihrer Pferde mit Stoffballen umwickelt haben und abseits der Straße geritten sein mussten, um weniger Lärm zu machen.
Wir wurden überrumpelt. Obwohl es nicht mehr als höchstens zwanzig Ritter gewesen sein konnten, war es, als hätten wir eine hundertfache Übermacht gegen uns. Meine Soldaten gerieten in Panik, manche wollten fliehen, nur um eingeholt und niedergeritten zu werden.
Im allgemeinen Chaos gingen meine Formationsbefehle einfach unter.
Fluchend tat ich das einzig Vernünftige. Ich überließ meine Soldaten ihrem Schicksal, machte mit meiner berittenen Garde auf der Straße kehrt und zog mich weiter nach Norden zurück.
Hinter mir wurde der Lärm des Gemetzels leiser und in meinem Kopf die Stimme des Meisters lauter.
Als die blasse Herbstsonne am höchsten stand, erreichten wir das Dorf Brill, wo der Schreckenslord Balnazzar das Kommando über die verbliebenen Geißeleinheiten in Tirisfal führte.
Trotziger Hass flammte in mir auf, als ich ihm gegenübertreten musste, wie ein geprügelter Hund.
»Kommandant Lestad, Graf von Nordnebel. Meine Kommandoeinheit wurde am nordwestlichen Ufer des Lordamere Sees von gepanzerten Reitern ausgelöscht. Ich ersuche Euch um Unterstützung, damit der Widerstand gebrochen werden kann.«
Der Dämon kniff die Augen zusammen und starrte mich lange an, ehe er seine Fratze zu einem hässlichen Grinsen verzog. »Wie viele Lebende halten sich dort im Süden noch auf, Todesritter? Jeder Ghul den ich Euch gebe, schwächt meine eigene Position hier auf der Hochebene.«
»Ich habe auch nicht von Ghulen gesprochen. Es handelt sich um zwanzig bis fünfzig organisierte Soldaten... berittene Soldaten. Gebt mir Eure Totenbeschwörer und ich habe den Feind morgen um diese Zeit überwältigt.« Balnazzar lachte prustend. »Da könnt Ihr auch gleich verlangen, dass ich persönlich mitkomme! Ausgeschlossen. Zehn Ghule und zehn Gargoyles, mehr kann ich hier nicht entbehren. Schickt die Gargoyles zurück, nachdem der Kampf gewonnen ist.« Ich knirschte mit den Zähnen, salutierte und brach wieder auf.
Die Toten kennen weder Schmerz noch Müdigkeit und so erreichten wir bei Sonnenuntergang erneut die verseuchten Bäume des Silberpinienwaldes. Dieses Mal war ich auf der Hut. Ich war nicht auf einen Kampf aus, denn der Feind war uns zahlenmäßig überlegen und erheblich besser ausgerüstet.
Doch auch ich war bei weitem kein Amateur auf dem Gebiet der Kriegsführung.
Zunächst galt es, Informationen zu sammeln und dann den günstigsten Moment abzupassen.
Ich schickte die geflügelten Gargoyles als Späher aus, um mehr über die Ritter mit den silbernen Kreuzen zu erfahren.
Wo hatten sie ihr Lager? Wer führte sie an? Wie zahlreich waren sie wirklich?
Wir verschanzten uns abseits des Weges auf einem Hügel und warteten die ganze Nacht, bis die Kundschafter in der Morgendämmerung zurückkehrten und mir Bericht erstatteten.
Das Lager der Lebenden befand sich südlich von uns am Ufer des Sees. Meinen geflügelten Dämonen war es gelungen, einen Späher des Feindes aufzugreifen und mit ins Lager zu schleppen. Nachdem dieser gefoltert und getötet wurde, erfuhr ich, was ich wissen wollte.
Sie nannten sich <Die erleuchteten Ritter des silbernen Kreuzes>. Ihre Truppe bestand aus vierzig Kriegern, davon fünfzehn berittene Paladine. Der Anführer war ein junger Soldat aus dem östlichen Lordaeron. Sein Name war Alsender, Herzog von Wintermaul. Ich kannte die Gegend von früher, da ich selbst dort geboren wurde und auch den Mann. Sein Vater hatte oft das Kloster besucht, in dem ich meine Kindheit verbrachte, denn es stand auf seinem Land. Im Sommer ist auch er im Kampf gegen die Geißel gefallen und zog nun mit dem Todesprinz gegen die Hochelfen.
Sein Zweitgeborener wagte es also tatsächlich, sich mit mir zu messen.
Ich erfuhr, dass der junge Kriegsherr einen Elf an seiner Seite hatte, der sein Leibwächter zu sein schien.
Ein gefährlicher Krieger, stark wie ein Bär. 'Nun', dachte ich. 'Das bin ich auch.'
Dennoch waren wir in der Unterzahl. Eine Handvoll Reiter, die meine Garde darstellten, und ein Haufen Ghule waren zu wenig, um gegen ein befestigtes Lager zu ziehen. Und auch auf offenem Feld wirkte die Lage trostlos.
Mein Vorteil waren die Gargoyles. Sie konnten den Feind aus der Luft beobachten und mich über jede Truppenbewegung informieren.
Ich spekulierte darauf, die Lebenden zu umgehen, indem ich abseits der Straße nach Süden vorrücken würde.
Doch hatte ich das strategische Talent meines Kontrahenten unterschätzt.
Der Heerführer schickte seine Reiter auf der Legionsstraße gen Norden aus, die Fußsoldaten verweilten im Lager.
Meine Kundschafter berichteten, es sei sicher, mich mit meiner Einheit in südwestliche Richtung durchs Unterholz zu schlagen. Genau das hatte Wintermaul erwartet. Im Schutz der Bäume und somit aus der Luft unsichtbar setzte sich seine Bodentruppe in Bewegung.
Als mich die Nachricht erreichte, die Reiter haben die Straße verlassen und preschten nun nördlich von uns durch die Büsche auf uns zu, gab ich Befehl unsere wenigen Pferde zurückzulassen und uns tiefer in den Wald zurückzuziehen, damit eine Verfolgung zu Pferd unmöglich würde.
In diesem Moment ertönte auf einem Hügel unmittelbar vor uns der klagende Ruf eines Kriegshorns.
Mir wurde bewusst, dass er mich in einen Hinterhalt gelockt hatte. Die Fußsoldaten würden uns vorne den Weg versperren, sodass uns die Ritter von hinten in die Zange nehmen konnten.
Die Erkenntnis traf mich wie ein Schlag und ich stieß einen wütenden Schrei aus.
Auf dem Hügel war nun die Bodentruppe der Kreuzfahrer zu erkennen, mit der es meine eigene zahlenmäßig aufnehmen konnte. Doch die Lebenden hatten den Bodenvorteil auf ihrer Seite und die Zeit arbeitete ebenfalls für sie, denn schon bald würden die Reiter eintreffen.
Die Ritter stimmten einen frommen Kriegsgesang an, der das heilige Licht gnädig stimmen sollte.
Ich atmete schwer. Wir mussten dem Zangengriff entgehen. Konnte ich dafür den Schutz des Waldes opfern? Auf freiem Feld würden die Reiter ihre volle Schlagkraft entfalten können. Aber auch die Gargoyles könnten dort in den Kampf eingreifen. Kurzerhand stürmte ich mit meiner Einheit einen Hügel östlich von uns hinunter und auf eine Lichtung zu. Ein Feld mit verdorrtem Getreide lag darauf, das später nur als das 'Todesfeld' bezeichnet werden sollte.
In seiner Mitte nahmen wir Aufstellung und richteten uns auf den Waldrand aus, von wo des Feindes Gesang und das Kriegshorn zu hören waren. Ich zog meine beiden Klingen und stellte mich in die erste Reihe. Vor uns marschierte der Feind heran. Sie eilten sich nicht, denn mitlerweile waren auch die Berittenen eingetroffen und sie waren sich des Sieges gewiss. Die silbernen Kreuze funkelten in der Mittagssonne und ein rauer Wind fegte über das Feld und den Wald.
In wenigen Fuß Entfernung hielten die Erleuchteten Inne und nahmen Aufstellung. Die Reiter postierten sich zu beiden Flanken, leicht versetzt hinter den Fußsoldaten.
Einer der Reiter schwang sich aus dem Sattel und nahm den Helm ab. Sein rotblondes Haar schimmerte gülden im matten Licht des Herbsttages. Der Herzog nahm sein Schwert vom Waffengurt seines Tieres, ein großer Bidenhänder, und rammte es vor sich mit der Spitze in den Lehmboden, sodass es selbst wirkte, wie ein großes silbernes Kreuz.
Er kniete sich davor in den Schlamm und murmelte ein Gebet, während die Soldaten hinter ihm mit ihren Schwertern auf die Schilde schlugen und unentwegt ihr Kriegslied sangen.
Diese Art der Verstärkung der Moral bedurfte es nicht auf Seiten meiner untoten Kämpfer, da Gefühle nur eine verblassende Erinnerung für uns waren.
Dennoch war mir bewusst, dass ich die Moral der Lebenden auf diese Weise auch schwächen konnte. Ich gab Befehl, die Zähne zu fletschen und das grässlichste Gebrüll auszustoßen, zu dem ein jeder fähig sei. Dann ließ ich das Unheilshorn blasen.
Und die Gargoyles erhoben sich über dem Wald. Im Rücken des Gegners und doch deutlich für ihn zu spüren.
Dämonisches Lachen und das Surren gewaltiger Flügel erfüllte die Luft und durchriss sogar den Gesang der Atmenden.
Nun waren sie die Gefangenen, wie rohes Metall zwischen Hammer und Amboss. Und die Gargoyles stürzten sich ohne Umschweife aus der Luft auf die Reiter. Mitsamt den Pferden zogen sie sie in die Luft und wer die zerfetzenden Krallen überlebte, wurde einfach auf den kalten, harten Boden zurückfallen gelassen, wo meine Ghule den Kreuzfahrern einen erbitterten Kampf lieferten.
Ich lächelte kalt, während ich mit meinen Klingen um mich schlug, austeilte oder gegnerische Schläge parierte.
Einer der Ritter schlug mir seinen Schild ins Gesicht und warf mich so nach hinten. Ich rollte mich ab und durchtrennte ihm dabei die Kniesehne, was ihn nach vorne sinken ließ. Als ich seinem Leben ein Ende setzen wollte, erblickte ich hinter ihm Herzog Wintermaul, der wie ein Berserker um sich schlagend gegen drei Ghule auf einmal kämpfte.
Mit einem Sprung vorwärts war ich bei ihm und wollte mit vorzuckenden Klingen in den Kampf eingreifen, als wie aus dem Nichts ein gewaltiger Hammer meine Stiche ablenkte und mich zur Seite taumeln ließ.
Ich wandte mich dem Gegner zu und sah den riesigen Elfen vor mir. Er trug eine altmodische, thalassische Rüstung. Das weiße Haar hing ihm in langen Strähnen wirr ins Gesicht und er lächelte ebenso kalt wie ich selbst. Geschmeidig setzte er seine großen Füße nebeneinander und umtänzelte mich. Ich nahm die Herausforderung an, täuschte mit links einen Ausfall vor und schlug dann mit dem rechten Schwert senkrecht zu. Mühelos wehrte der Krieger den Schlag ab und zwang mich mit dem selben Schwung seines Hammers in die Defensive.
Ich versuchte den Überblick zu behalten und die Lage einzuschätzen.
Während sich die Bodentruppen beider Seiten zerfleischten, lieferten sich die Reiter und die Gargoyles einen eigenen Kampf. Wer aus diesem Gemetzel als Sieger hervorginge würde wohl das Kräftemessen der Fußsoldaten beenden und die Schlacht entscheiden.
Wieder schlug der Gigant zu. Sein Hammer zersplitterte die Klinge in meiner rechten Hand und traf dann ungebremst auf meine Brustplatte. Der Schlag holte mich von den Beinen; rückwärts fiel ich in den Schlamm.
»Er gehört mir!«, zischte hinter dem Elf der Heerführer, der im selben Moment den letzten Ghul niederstreckte.
»Steh auf, Geißelabschaum. Beim Heiligen Licht!« Ich kam auf die Beine und ließ meinen Blick über die Gargoyles in den Lüften hinter dem Herzog schweifen, bevor ich diesen mit einem Lächeln fixierte und förmlich mit der mir verbliebenen Klinge salutierte. Der Gruß der Schwertkämpfer. Er erwiederte ihn sichtlich irritiert und reckte dabei fragend das Kinn vor.
»Alsender von Wintermaul«, sagte ich. »Von Euch habe ich schon gehört. Bald könnt Ihr Eurem Vater Gesellschaft leisten.«
»Tatsächlich?«, antwortete Wintermaul. »Wenn ich ihn das nächste Mal treffe, erlöse ich ihn von seinem Leid. Soll ich dich sofort erlösen oder willst du erst den Tod deiner Männer abwarten, Geißeldreck?«
»Ich heiße Lestad von Nordnebel«, gab ich zurück. »Und ich bin der Mann, der Euren Widerstand gegen den Lichkönig für immer beendet.«
Wintermaul zuckte die Achseln. »Nie von dir gehört, Junge. Du bist nicht Arthas.«
Ich zog eine finstere Miene und verwandelte mich in eine fließende Bewegung aus Muskeln und Stahl.
Wintermaul parierte den ersten Hieb, dass die Funken nur so sprühten und konterte mit einem eigenen, der jedoch nur eine Finte war, weil er anschließend herumwirbelte und erneut zuschlug. Ich duckte mich unter dem Hieb hindurch und machte einen Satz nach hinten.
Wieder standen wir voreinander und ich lächelte. »Ziemlich schnell für einen Lebenden, aber leider daneben. Werdet Ihr schon müde?«
Der Herzog erwiederte nichts.
Einen Augenblick später durchschnitt ein Kreischen die Luft und verkündete den Sieg der Gargoyles über die Reiter.
Wintermaul wurde fahl im Gesicht und wandte sich mit einer Handbewegung zu dem Elfen um. Dieser verneigte sich und entfernte sich dann.
»Sieht aus, als bleibt mir nichtmehr viel Zeit«, knurrte der junge Mann »Auch gut, das sollte reichen.«
»Ihr solltet fliehen, solange Ihr noch könnt. Wir beenden diesen Kampf ein anderes Mal«, schlug ich vor.
»Das könnte dir so passen, Feigling.« Mit wirbelnden Klingen stürzten wir gleichzeitig erneut aufeinander los und ließen wieder einen Funkenregen auf uns niedergehen. Ich täuschte eine Reihe von Angriffen vor, um immer im letzten Moment herumzuwirbeln, doch mein Gegnern war schneller als ich und keiner meiner Hiebe fand sein Ziel.
Wintermaul wartete ab.
Gerade als ich erneut innehielt, um den Lebenden zu provozieren, ging dieser plötzlich zum Angriff über.
Er trat mir mit dem Stiefel eine Ladung Schlamm ins Gesicht und als ich geblendet zurückwich, stach er zu.
Ich fühlte nichts, als sein Schwert meinen Brustpanzer durchtrennte, wie Papier; keinen Schmerz, als mir die Klinge bis zum Heft im Oberkörper steckte. Lediglich eine kalte, gellende Leere erfüllte mich und drückte mich nieder. Drohend breitete sie sich in meinem Körper aus und umschlang mich wie die Schwärze der Nacht. Meine Augen wurden dunkel und ich sank auf die Knie. Besiegt schrie ich ein letztes Mal auf, dann verlor ich das Bewusstsein.

Als ich zu mir kam war es Nacht. Ich lag noch immer im Schlamm des Feldes, doch um mich herum lebte niemand mehr. Schemenhaft nahm ich das verschwommene Bild wahr, das sich mir bot.
Der Schreckenslord Balnazzar stand vor mir, neben ihm drei Totenbeschwörer.
Gelangweilt bedeutete er mir mit einer Handbewegung, mich beim Aufstehen zu beeilen.
»Ihr seid ein Schwächling!«, schnauzte er mich an. »Eine Schande für die Geißel. Gewinnt eine Schlacht und lässt sich danach noch vom Feind töten, wo gibt's denn sowas?!«
»Die Schlacht ist... gewonnen?« Vor meinen Augen drehte sich alles.
»Natürlich! Eure Gegner waren doch nur Menschen.« Der Dämon verschränkte die Arme.
»Wenn es nach mir ginge, hätten wir Euch auf diesem Feld verrotten lassen und einem stärkeren Ritter das Kommando übertragen. Leider hat es dem Meister gefallen, wie ihr diesen Widerständlern in Unterzahl entgegengetreten seid und sie bezwungen habt.« Er spuckte aus. »Dabei ist es den Anführern gelungen zu entkommen! In meinen Augen seid Ihr ein Versager, Graf. Ich muss mich selbst um den Wall kümmern. Der Meister will, dass ihr seinen Champion auf dem Weg nach Silbermond unterstützt. Seht es als Möglichkeit an, Euer Versagen wieder gutzumachen. Und jetzt geht mir aus den Augen.«

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